WA Roadtrip II – Von Exmouth nach Broome

 

Nach Exmouth sollte das nächste Ziel der Karijini National Park sein. Dieser liegt ein paar 100 km ins Landesinnere. Um mal wieder in den Genuss einer warmen Dusche zu kommen und unsere Vorräte aufzufrischen, machten wir vorher noch einen kleinen Stopp in der Minenstadt Tom Price.

Im Karijini National Park angekommen, ging es nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ auf direktem Wege zum „Kermits Pool“, zu dem man über einen, der als schwersten gekennzeichneten Trails kommt. Dieser war mit CLASS 5 gekennzeichnet, was nur mit 6 getoppt werden könnte und dann aber entsprechendes Equipment voraussetzt. Also ging es zunächst hinab in einen Canyon, dessen kleinen Flusslauf wir zwischen Wasser und Felswandwand folgten. Doch irgendwann wurde dieser Flusslauf immer breiter und tiefer was uns dazu zwang ein ganzes Stück Oberschenkeltief hindurch zu Warten. Zum Teil konnte man auch an der Felswand vorher ein wenig klettern, um ein gutes Stück trockenen Fußes weiter zu kommen. Doch das letzte Stück wurde wirklich abenteuerlich. Nicht umsonst wurde dieser Teil Spiderwalk genannt. Vor uns lag eine etwa 1 bis 1,5 m breite Spalte in der das Wasser Stufenweise hindurch floss. Mit akrobatischer Kunst schaffte ich es tatsächlich mit trockenen Füßen hindurch zu klettern, in dem ich mich breitbeinig an beiden Felswänden voran arbeitete. Sandra wechselte immer wieder zwischen klettern und einfach hindurchwarten wo es gerade ging. Warm genug war es ja 😉 Am Ende lag dann ein natürlicher Pool inmitten dieses Canyons, was einen wirklich atemberaubenden Anblick darstellte und den Weg, der ebenfalls einfach toll war umso mehr lohnenswert machte. Naja, und dann musste man das Ganze auch wieder zurück 😉 .

Natürliche Pools und Wasserfälle gab es immer wieder mal zu finden und so genossen wir neben einigen anderen wirklich beeindruckenden Wanderstrecken und Aussichten, zwischendurch immer wieder mal das kühle, erfrischende Wasser. Besonders war der Cirquit Pool, bei dem man von riesigen Felswänden eingekreist war, mit kleinen Wasserläufen, die die Felswände hinunter liefen. Die Felsen, Büsche ringsherum und das klare dunkle Wasser war schon ziemlich imposant und hatte irgendwie auch etwas Märchenhaftes an sich. Campen war praktischerweise im Nationalpark erlaubt und so konnten wir alles in Ruhe genießen.

Aus dem National Park raus, ging es über Port Hedland rauf in Richtung Broome. Port Hedland reichte wieder für einen kurzen Zwischenstopp zum Waschen und Einkaufen. Wir boten sicher mal wieder einen interessanten Anblick beim Trocknen unserer Wäsche am Rande eines Parkplatzes des Einkaufszentrums. Der Weg nach Broome war bisher der Längste, den wir an einem Stück zurückgelegt hatten, mit weit über 600 km, wovon wir etwa 550 km auf einer Straße fuhren, ohne ein einziges Mal abbiegen zu müssen. Dazu muss man sagen, dass es auf dieser Strecke auch wirklich nichts, gar nichts außer einem Roadhaus zum Tank auffüllen gibt. Schon irgendwie irre, wenn man fährt und fährt und fährt und einfach alles irgendwie gleich aussieht und man komplett jegliches Zeit und Distanzgefühl verliert, wenn man zwischendurch nicht doch mal aufs Navi schauen würde (was an sich ja eigentlich überhaupt nicht notwendig wäre). Wir wurden vorher noch gewarnt auf Kühe zu achten, die einem momentan gern vors Auto laufen. Tatsächlich haben wir einige freilaufende Kühe auf der Straße, für die wir manchmal ganz schön bremsen mussten, sowie auch tote Kühe am Wegesrand entdeckt.

Broome selbst bietet abgesehen von einem kleinem bisschen Zivilisation mitten im Nichts, einen riesigen Sandstrand (Cablebeach), der bei Ebbe wunderbar mit dem Auto befahrbar ist. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben tolle Strandtage mit dem Auto verbracht. Vor allem wenn hier Ebbe ist, ist der Strand so breit, dass sich die vielen Autos weit verstreuen und man ziemlich ungestört sein kann.

Unser Auto bekommt nach den ersten mehreren Tausend Kilometern jetzt noch einen Ölwechsel verpasst und ein paar andere Verwöhneinheiten und dann machen wir uns bald auf Richtung Darwin. Der Weg wird abenteuerlich, denn es geht über die Gibb River Road. Doch dazu dann bald mehr 🙂

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